Miguel Abril: Auf der Suche nach neuen extrasolaren Planeten

Miguel Abril ist studierter Elektroingenieur und promovierte im Fach Physik an der Universität Granada. Er arbeitet derzeit am Institut für Astrophysik in Andalusien für das Projekt „Cármenes”, das nach neuen extrasolaren Planeten Ausschau hält. Zuvor war er am Andalusischen Institut für Geophysik tätig. Er gehört der spanischen Forschergruppe „The Big Van Theory” an, die Stand-up-Comedy zu Wissenschaftsthemen aufführen.

José Francisco Ruiz: Kulturstudien zur historischen Rolle von Bewässerungssystemen

Der aus Pinos Puente (Granada) stammende Sozialanthropologe José Francisco Ruiz entschied sich für ein Forschungsunternehmen zu seiner Heimatstadt. Seine Arbeit zu Bewässerungssystemen in La Vega de Granada erhielt große Anerkennung in Spanien und erreichte einen dritten Platz beim Marqués de Lozoya Preis für Kulturstudien des spanischen Ministeriums für Bildung, Kultur und Sport. Die Systeme entstanden auch in Südamerika, wo dieser junge Forscher seine Arbeit fortsetzen wird.

Mariluz Montesinos: Neurowissenschaft zur Förderung der Lernkapazität bei Down-Syndrom

Ein Wendepunkt im Studium ließ diese Forscherin der Universität Sevilla von Biologie zu Physiologie über das L’École Normale Supérieure in Paris wechseln. Mariluz Montesinos untersuchte als erste Wissenschaftlerin den lokalen Vermittlungsvorgang von Neuronen bei Menschen mit Down-Syndrom, ein Prozess, der in den Neuronen auftritt und sich während des Lernens aktiviert. Das war im Jahr 2006, als sie die internationale Stiftung Jerome Lejeune unterstützte. Sie konnte dabei an Mäusen mit Down-Syndrom erkennen, dass bei diesem Prozess in der Tat eine Anomalie auftritt und diese mit dem Medikament Rapamycin behandelt werden kann. Die Stiftung Jérôme Lejeune wird sie und ihr Team von der Abteilung für Medizinische Physiologie und Biophysik der Universität Sevilla erneut bei ihrer Forschung zu menschlichen Zellen unterstützen. In der Zukunft könnte dann ein neues Medikament für eine Verbesserung der Lern- und Gedächtnisprozesse bei Menschen mit Down-Syndrom sorgen.

Germaine Escames: Biotechnologie im Kampf gegen Zellalterung

Germaine Escames ist Co-Direktorin des Internationalen Instituts für Melatonin, das ihr Spezialgebiet darstellt. Nach über 20 Jahren Forschung und mehreren Patenten hat das Spin-off-Unternehmen Pharmamel aus Granada ein Produkt der Forscherin und Mitbegründerin dieser Firma in ihren Katalog aufgenommen: eine Anti-Aging-Creme, die direkt in der Zelle wirkt.